Der Kampf vieler Altanschließer geht auch 2017 weiter

Der Brandenburgischen Regierung ins Stammbuch geschrieben
(Eine erneut ernstgemeinte Satire von Dietmar Haase/ Rehbrücke)

1
Mehr als ein Jahr ist vergangen
und noch immer manche bangen,
wenn man Altanschließer ist.
Dessen Geld mit arger List
von Politniks und Strategen
auf juristisch dunklen Wegen
weiterhin bleibt einkassiert,
was Betroffne stark schockiert.

2
Die Regierung Brandenburgs
produziert auch weiter Murks,
ignoriert das BVG,
das sehr deutlich sagte: „Ne !
Euer Brandenburger Recht
ist nicht nur politisch schlecht,
ist Betrug am Altanschließer“.
Seit Jahrzehnten hatte dieser
seinen Anschluss im Vertrau´n,
und so konnt` er darauf bau´n,
dass kein Beitrag er bezahlt,
wie´s  das Grundgesetz besagt.

3
„Doch in Brandenburg gilt nicht,
was man in Karlsruhe spricht!“,
sagte laut und arrogant
man beim LVG im Land.
Auch die Kommunalaufsicht
(ohne Röte im Gesicht)
sagt direkt und ohne Scheu:
„Inhaltlich verfassungstreu
ist´s Gesetz in diesem Land,
nur die Anwendung riskant !“

4
So war´s auch vor rd. 12 Lenzen,
als man aufhob Zeitengrenzen,
danach man beliebig kann
Geld kassieren dann und wann.
Unser kommunales Recht
war der Obrigkeit zu schlecht.
Und so fanden die Juristen,
dass man müsse dies´ ausmisten.
Man erfand – hoch kriminell –
ein ganz neues Wort sehr schnell.
Eine Satzung muss allein
erstmals rechtsverbindlich sein.
Damit ward ein Brand gestiftet
und das Klima stark vergiftet.

5
Doch der Trick war rechtens nicht,
sagt das Karlsruher Gericht
und kassiert die plumpe Masche,
schlägt sie kurz und klein zu Asche.
Die Regierung ward blamiert.
Doch wer glaubt, sie hätt´s  kapiert,
hat geirrt schon wieder neu.
Die Regierung bleibt sich treu,
alle Schuld von sich zu weisen.
Nichts zu spür´n in Oberkreisen
von Bedauern oder Schuld.
Nein, man übt sich in Geduld,
lässt allein die Zweckverbände,
wäscht in Unschuld seine Hände.

6
Höchst verkommen solch´ Moral,
was verstärkt erneut die Zahl
derer, die nur Wut empfinden
und sich anderweitig binden
an extreme Außenseiter.
Denn sie wollen nicht mehr weiter
die da oben walten lassen,
weil zum Teil sie diese hassen.
Keiner spürt Gerechtigkeit
von gewählter Obrigkeit.

7
Und so wird im neuen Jahr
weitergeh´n der Kampf, ganz klar.
Bürger und die Zweckverbände
werden klagen und am Ende
Recht bekommen und ihr Geld
wiederseh´n in ihrer Welt.

 

Fazit: Jeder darf klagen, ob er kann oder nicht!
Trotzdem bestehen in Kahrlsruhe noch die besten Chancen.

Helmut Grosser