Liebe Mitglieder und Mitbürger!

Der diesjährige Weltwassertag am 22.März 2020 steht offiziell unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Dieses Motto soll hier mindestens noch für dieses Jahr durch den Kinderliedvers „Hände waschen, Hände waschen muss ein jedes Kind“ ergänzt werden. Dass die Verfügbarkeit von sauberen Wasser als ein Menschenrecht betrachtet werden sollte, aber noch lange nicht ist, wird hier nur am Rande erwähnt. Beides, Klimawandel und die COVID-19-Pandemie haben gemeinsam, dass seitens maßgeblicher gesellschaftlicher Kräfte zu spät, ungenügend und sehr zögerlich dagegen gehandelt wird, sei es um Jahrzehnte oder nur um wenige Tage oder Wochen.

Und Brandenburg steht bei beiden Problemen auf der Bremse. Aber es gibt bei der Ausbreitung des COVID-19-Virus kaum regionale Unterschiede. In Deutschland begann der Prozess etwa am 21. Februar im Süden. Der Anstieg ist danach exponentiell, d.h. aktuell kommen in Deutschland täglich etwa 1,33n infizierte Personen hinzu, wobei „n“ die Anzahl der Tage bezeichnet. Die Zahl 1,33 ist durch angleichen der Meldedaten gewonnen worden und kann so interpretiert werden, dass jede infizierte Person am nächsten Tag im Mittel 1,33 weitere Personen infiziert. Diese Zahl schwankt etwas zwischen den Bundesländern und auch international (1,28 bis 1,34). Das bedeutet, innerhalb von knapp einem Monat sind etwa 10.000 Menschen infiziert. Zu Infektionsbeginn, der sich zwischen den Bundesländern nur um einige Tage bis eine Woche verzögert hat, war diese Zahl mit 1,38 etwas höher.

In Deutschland sind gegenwärtig etwa 0,30 ‰, in Bayern 0,34 ‰, in Berlin 0,28 ‰ und in Brandenburg etwa 0,14 ‰ der Gesamtbevölkerung infiziert. Diese Ansteckungsrate im Laufe der Zeit zu verringern ist gegenwärtig die einzige Methode dem Problem Herr zu werden. Deshalb sollte man in Brandenburg sehr schnell handeln, um diesen kleinen Verzögerungseffekt von etwa einer Woche zur Eindämmung des Wachstums zu nutzen. Die abwartende Haltung der Landesregierung ist daher im hohen Maße unverständlich.

Um aber wieder zum Wasser zurückzukehren möchte ich trotz allem den Mitarbeitern der Mittelmärkischen Wasser und Abwasser GmbH viel Erfolg bei der weiteren stabilen Versorgung aller angeschlossenen Gemeinden mit sauberem Trinkwasser und der sorgfältigen Behandlung des Schmutzwassers wünschen.

Da wir als Vorstand des Vereins auch schon ziemlich betagte Gesellen sind werden wir öffentliche Auftritte und persönliche Kontakte ab sofort vermeiden.

Helmut Grosser

Datenquellen: https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/  mit Daten von der Johns Hopkins University CSSE (internationale Daten von WHO, CDC (USA), ECDC (Europa), NHC, DXY (China) und Meldungen der deutschen Behörden (Robert-Koch-Institut sowie Kreis- und Landesgesundheitsämter)]. Hier findet man sowohl die Gesamtzahlen (kumulativ) als auch die täglichen Zuwächse für viele Länder weltweit als auch für die deutschen Bundesländer seit dem 27. Januar 2020.

 

.