Liebe Vereinsmitglieder und Sympathisanten,

bei dem heutigen Besuch unserer Webseite fiel mir auf, dass in der letzten Woche der Osterbeitrag von 2020 „trotz alledem“ ziemlich oft angeklickt wurde, obwohl es darin nur ganz am Rande um Wasserprobleme ging. Das dort verwendete Titelbild ist erfreulicherweise nicht mehr aktuell, allerdings hat sich das damit zusammenhängende Problem Covid 19 enorm verschärft.

Die von einigen Seiten versuchte Verharmlosung der Covid-19-Seuche und eine falsche Prioritätensetzung bei Verantwortlichen hat Entscheidungen verschleppt und die Infektionszahlen seit September 2020 massiv ansteigen lassen. In Brandenburg zeigten auch die Anfang November verspätet eingeleiteten Maßnahmen kaum Wirkung, im Gegenteil, seit der ersten Dezemberwoche grassiert die Pandemie verstärkt, auch in unserer Region. Die entsprechenden Zahlen liegen hier gegenwärtig weit über dem brandenburgischen und bundesdeutschen Durchschnitt und z. T. auch über dem Durchschnitt anderer europäischer Länder.

Gemeldete Corona-Infektionen in 7 Tagen je 100.000 Einwohner in den Gemeinden Michendorf und Nuthetal, sowie Potsdam-Mittelmark. Daten: Landkreis Potsdam-Mittelmark, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und MSGIV Brandenburg, Stand 17.02.2021, wird fortgesetzt im nächsten Beitrag unter https://www.iwa-ev.de/klagen/.

Das alles gibt uns Anlass Sie hier an erster Stelle trotz der vielen Unannehmlichkeiten wiederholt aufzurufen, bleiben Sie zu Hause, ernähren Sie sich redlich und sparen sie beim Händewäschen nicht mit Wasser und Seife.

Damit die Wasserkosten nicht in die Höhe schnellen wurden, wie Anfangs des Jahres im Beitrag https://www.iwa-ev.de/ist-notwendig/ angekündigt, Widersprüche gegen die Abwassergebühren eingelegt und nach Widerspruchsbescheiden durch den Zweckverband im November 2020 von einigen Mitglieder auch Klage beim Verwaltungsgericht erhoben.
Das ist nun schon unsere fünfte Klage wegen zu hoher Gebühren bzw. Preise. Allerdings wurden davon erst zwei aus den Jahren 2014 zum Abschluss (Musterkläger IGV GmbH) gebracht. Die übrigen drei wurden von insgesamt über 50 unserer Mitglieder eingereicht, da der Zweckverband einem Musterklageverfahren nicht mehr zustimmte. Die erste davon stammt aus dem Jahr 2016 gegen die Gebührenbescheide vom Oktober 2015. Man hofft, dass wenigsten diese 24 Klagen im ersten Halbjahr 2021 verhandelt werden.

Da am 18. Dezember 2020 der Bundesrat ab 2021 die Gerichtskosten als auch die Anwaltsvergütung um etwa 10 % erhöht hat, wird es in Zukunft für uns schwieriger werden die Einhaltung der Gesetzlichkeit auf dem Rechtsweg zu erreichen. Deshalb bitte nicht den Jahresbeitrag vergessen, denn wir arbeiten ehrenamtlich und nach dem Solidaritätsprinzip.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2021.

Der Vorstand

* diese Grafik wird, falls gewünscht () und die zuständigen Stellen die Daten veröffentlichen, fast täglich aktualisiert.